Performance + Publikumsgespräch Science-Fiction-Komödie Suizid kulturelle Unterschiede und Missverständnisse

Sa. 07.07.2018   20:00->VIERTE WELT KOLLABORATIONEN, Kreuzberg

Publikumsgespräch zu 'Suicide-Hotel Nirvana'

Eine philosophisch unterwanderte Science-Fiction-Komödie über den Freitod. Mit den Performer*innen Yuko Matsuyama, Ikko Masuda, Jasper Tibbe und der Regisseurin Ren Saibara sprechen wir über die kulturellen Unterschiede zum Thema Suizid sowie über sprachliche und kulturelle Missverständnisse und daraus resultierende Komik/Tragik.

1 Das interkulturelle PR-Team promotet die positive Einstellung der Japaner zum Selbstmord, um sie auch in Europa salonfähig zu machen. Foto © Martina Neu2 Viola Köster, Dramaturgin
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Inspiriert und angereichert mit Fakten aus dem japanischen Bestseller „The Complete Manual of Suicide“ von Wataru Tsurumi hinterfragt das japanisch-deutsche Ensemble um die Regisseurin Ren Saibara mit Humor und Pragmatik den Selbstmord als ästhetische und verantwortungsvolle Praxis des Lebens. Das anschließende Gespräch mit den Performer*innen Yuko Matsuyama, Ikko Masuda, Jasper Tibbe und der Regisseurin Ren Saibara lädt Zuschauer*innen zum Austausch ein.

Die Tickets (3/7/11€) für die Vorstellung inkl. der kostenlosen Teilnahme an Publikumsgespräch können Sie nun auch direkt über Theaterscoutings reservieren! Schreiben Sie einfach eine Email mit der gewünschten Anzahl an Tickets an reservierung(at)theaterscoutings-berlin.de.

Natürlich sind auch spontane BesucherInnen herzlich willkommen, allerdings ohne Kartengarantie für die Vorstellung.

Ablauf:
20:00 Vorstellung

im Anschluss an die Vorstellung ca. 21:30: Gespräch

Fragen? Die Personen mit den pinken Theaterscoutings-Buttons sind vor Ort für Sie da.

Karten-Telefon: 0157/ 88 44 09 41
Karten per E-Mail: karten(at)viertewelt.de

wann: Sa. 07.07.2018   20:00

wo: VIERTE WELT KOLLABORATIONEN
Adalbertstr.4, Galerie, Kreuzberg, 10999 Berlin (Auf Stadtplan zeigen.)

Über den Veranstaltungsort

Vierte Welt

Vierte Welt ist eine von Künstlern organisierte Produktionsplattform, performativer Denkraum,Schnittstelle von Diskurs&Kunst, Veranstaltungsort. Zentral ist die Entwicklung kollaborativer Praktiken. Der Austausch mit anderen Künstlern/ Formationen ist wesentlich. Zwischen Performances, politischen Plenen, Philosophie ist das verbindende Element eine neue Kultur der Verhandlung, die einen offenen Austausch ermöglicht.

www.viertewelt.de

Über die Performance

Suicide-Hotel Nirwana

Der Freitod, der im christlich geprägten Europa als Sünde gilt oder als Folge seelischer Erkrankung, ist in Japan eine ehrwürdige Geste, mit der das Ich sein Recht auf Entscheidungsfreiheit wahrnimmt.
Die philosophisch unterwanderte Science-Fiction Komödie der japanischen Regisseurin Ren Saibara greift diesen kulturellen Unterschied in einem absurden Setting auf, und verstrickt sich im Irrsinn interkultureller Missverständnisse. Mit Suicide-Hotel macht sie sich Foucaults Idee zu eigen und schafft einen Raum für den Freitod: Ein Start-Up versucht den europäischen Markt für eine ehrwürdige Selbstbestimmung zu erschließen. Das neue Unternehmen will den zahlreich erwarteten Kunden das nötige Knowhow vermitteln, das dabei hilft, fatale Anfängerfehler bei der Vorbereitung des selbstgewählten Lebensendes zu vermeiden.

Über die Performer*innen

Yuko Matsuyama, Ikko Masuda, Jasper Tibbe

Yuko Matsuyama ist eine Performerin. Sie begann bereits mit zwei Jahren eine traditionelle japanische Tanzausbildung und schloss ihre Ausbildung für Theater an der Takarazuka Music School in Japan ab. 2015 - 2017 studiert sie den Masterstudiengang Choreographie an der HfS „Ernst Busch“.

Ikko Masuda ist Schauspieler und Performer. In Tokio sammelte er Theatererfahrungen bei freien Gruppen und Projekten mit  internationalen Künstler: u.a. Jérôme Bel, Romeo Castellucci. Seit 2013 lebt er in Berlin und ist Mitglied des freien Theaterkollektivs Jack Buginithi. 2014 bis 2016 nahm Masuda an der Gruppe der Schaubühne Berlin »Polyrealisten« teil.

Jasper Tibbe (*1986) ist freier Theatermacher und lebt in Berlin. Von 2007 bis 2014 studierte er Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis an der Universität Hildesheim und Schauspiel in Porto/Portugal. Für die Literaturzeitschrift Bella Triste und deren Festival Prosanova inszenierte er szenische Lesungen zu Texten von Laura Naumann und Katja Brunner. Er organisierte 2012 das erste cobratheaterfestival.cobra und war bis 2014 Vorstand des Theaterhaus Hildesheim.

Sound: Julia Krause

Ausstattung: primavera*maas 

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