SCHÜLER*INNEN ENTDECKEN DIE ANDERE THEATERSEITE BERLINS

Spezielle Reihe für Oberstufen

Mit dieser neuen Programmreihe laden wir Lehrer*innen ein, mit Schüler*innen der  Oberstufen durch Tanz-und Theaterbesuche eine andere Perspektive auf Inhalte der Lernprogramme zu gewinnen. 

Wie funktioniert es?

Wir versorgen Sie regelmäßig mit Tipps für Tanz- und Theatervorstellungen der Berliner freien Szene, die für Schüler*innen interessant sind. Zu den Vorstellungen organisieren wir gern auf Wunsch Probenbesuche, Gesprächsrunden mit Künstler*innen oder spezielle Vor- und Nachbereitungsformate. 

Jenseits der gelisteten Tipps suchen wir für Sie gezielt Tanz- und Theaterabende. Würden Sie gern mit Schüler*innen eine Vorstellung besuchen, die sich mit einem besonderen Thema befasst, oder sich einem speziellen Aspekt der darstellenden Künste zuwendet? Wenden Sie sich mit Ihren Wünsche an uns, wir suchen etwas für Sie. 

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und bekommen Sie zu Beginn eines jeden Quartal per Email unser Programm und spezielle Angebote. Bei Interesse schreiben Sie „Abo Fachbrief“ an nathalie.frank(at)pap-berlin.de.

Ansprechpartnerin für die Reihe

Nathalie Frank
Leitung Publikumsgenerierung & Vermittlung
Performing Arts Programm Berlin
nathalie.frank(at)pap-berlin.de

  

Veranstaltungstipps für Schüler*innen der Oberstufen

Januar 2018

Do. 11. Januar, 19:00 Uhr im Acker Stadt Palast, Mitte
SCHULD UND SÜHNE, Butoh nach Fjodor Dostojewski, von 4RUDE
”Liebe deinen Nächsten!”
”Liebe vor allen anderen dich selbst.”
"Würdest du selbst die Alte totschlagen, ja oder nein?"
"Ich reise in ein fernes Land, Bruder."
"In ein fernes Land?"
"Ja, nach Amerika."
Themen: Literatur, Butoh, Dostojewski
Ticketpreise für Schüler*innen: 8 €

Fr. 26. Januar, 20:00 im Theaterdiscounter, Mitte
MIR IST ALLES VIEL ZU LAUT UND ALLES VIEL ZU LEISE, von Malte Schlösser

In einer utopischen Vision davon, wie es aussähe, wenn Zweifeln und Ambivalenzen mehr Platz eingeräumt würde, entwickelt das Stück Gegenbilder zum Eindeutigkeitsterrorismus. Dafür bekämpft Judith Rosmair, die nie im Raum ankommt, den Sprachverlust und beschwört das Apfelmus, Lars Rudolph verheddert sich in seinen Projektionen und eine Zwölfjährige fordert Konfliktfähigkeit ein, während ein Musiker einen Wald voll Licht bespielt. Ein Theaterabend zur Feier des Sowohl-Als-Auch.
Themen: Zweifel, Ambivalenz, Paradoxien
Ticketpreise für Schüler*innen: 7 € für Gruppen ab 20 Personen


Di. 30./ Mitt. 31. Januar, 19:30 Uhr in den Sophiensaele, Mitte
BROT UND SPIELE, von Interrobang

Die Gamifizierung des Alltags als neoliberale Regierungstechnik erfasst immer mehr Lebensbereiche: von Dating-Apps bis zum Assessment-Center, von der körperlichen Selbstoptimierung per Online-Wettkampf bis zu Energiesparspielen für den Haushalt. In Brot und Spiele geht es darum, ein Spiel zu konzipieren, das im Verlauf des Abends die Möglichkeit zum Regelbruch und damit zur Subversion des Spiels selbst bietet. Thematisch verhandelt wird dabei der „Ernst des Spiels“: dass Spiele in einem gamifizierten Alltag ernste, also reale Konsequenzen haben.
Themen: Gamifizierung, Politik und Alltag, spielerische Auseinandersetzung mit Herrschaftsstrukturen, Konsequenzen von Handlungen
Ticketpreise für Schüler*innen: 8 €

Februar 2018

Do. 1. Februar, 20:00 Uhr, Ballhaus Naunynstrasse in Kreuzberg
BLOODY, MEDIUM ODER DURCH, von Anestis Azas und Ensemble
Oft ist der Job in einem Restaurant die erste Station für Neu-Berliner*innen. Wer kein Deutsch spricht, wäscht in einer Kiezküche Teller; wer die Sprache beherrscht, darf in den Service. Die Küche ist der Ort der Dramen, eine Mikrogesellschaft im Ausnahmezustand. Im engen Raum der Restaurantküche findet der Regisseur Anestis Azas das Konzentrat aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen. Das Stück ist eine fiktiv-dokumentarische Inszenierung über eine brisante Rezeptur von Arbeitsbedingungen, Grenzziehungen und europäischer Krise.
Themen: Deutsch, Geschichte, Politikwissenschaft (Strukturwandel in der Arbeitswelt und Sozialsystemen, EU (Krise), Globalisierung, (Arbeits-)migration, Demokratie, ..), - fiktiv-dokumentarisches Theater mit Expert*innen des Alltags (aus den Kiezküchen Berlins)
Ticketpreise für Schüler*innen: 5 € für Gruppen ab 15 Personen

Do.8. Februar, 19:30 Uhr, Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch"
FREISPIELE: 9 Studierende/ 7 Stücke / 3 Abende

Wie jedes Jahr im Februar zeigen die Studierenden des 3. Studienjahres der Abteilung „Zeitgenössische Puppenspielkunst“ der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ ihre Freien Vordiplome im Rahmen des Festivals FREISPIELE. Zu sehen sind sieben Produktionen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Gespielt und experimentiert wird mit Puppen, Objekten, Materialien und verschiedenen Aggregatzuständen.
Angebot für Schulen:
• Vor der Vorstellung gibt es eine Führung hinter die Kulissen, und eine kleine Einführung in Animation und Puppenführungstechnik.
• Nach der Vorstellung haben alle die Möglichkeit, den Bühnenraum zu erkunden und diesen mit ihren auf Klebezetteln notierten Gedanken, Erinnerungen und Fragen zu vermessen. So entsteht eine Sammlung mit individuellen Eindrücken und Aufführungserlebnissen, die als Ausgangspunkt für die gemeinsame Gesprächsrunde mit den Studierenden dient, in der sich alle über das Gesehen austauschen können.
Ort: Studiobühne der Abteilung Zeitgenössische Puppenspielkunst und Weites Theater Parkaue 25 / 10367 Berlin

März 2018

Mi, 14.3.2018 , 20:00 Uhr in der Schaubude, Pankow
SPAZIERGANG ZWISCHEN DEN ZEILEN – LIEBLINGSBÜCHER
Improvisations-Theater mit Objekten und Videoprojektion
Am Anfang war das Wort. Also, warum sollte es nicht auch möglich sein, zwischen den Zeilen eines Textes oder in den Seiten eines Buches spazieren zu gehen… Die Performer*innen des Film Riss Theaters laden die Besucher*innen ein, ein Lieblingsbuch, ein Arbeitsblatt oder ein unverstandenes Testat mitzubringen und steigen in diese „Lektüre“ wortwörtlich ein: Was auf einer kleinen Objekttheater-Bühne vor laufender Kamera entsteht, verwandelt sich gleichzeitig auf der großen Bühne zur begehbaren Projektion. Ein humorvoller Abend mit Sprache, Musik und tollen Bildern bahnt sich an!
Themen: Deutsch und Literatur, Darstellendes Spiel, Bewegung, Requisite, Geräusche, Improvisationstechniken, Workshops mit Schulklassen
Ticketpreise für Schüler*innen: 6,50 € (ermäßigter Preis) mit dem Theatergutschein des JugendKulturService


April 2018

11./12./13./18./19./20. April, 19:00 Uhr im Heimathafen Neukölln
HAROUN UND DAS MEER DER GESCHICHTEN, von Salman Rushdie, Regie Nicole Oder

Rushdies Roman als phantastische Coming of Age-Geschichte: An drei Overhead-Projektoren entwirft die Zeichnerin Bente Theuvsen ein Live-Bühnenbild, das die Schauspieler durch die verschiedenen Ebenen der Geschichte transportiert und die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit verschwimmen lässt. Der Kampf um die Freiheit des Wortes wird so zu einem Duell zwischen Licht und Schatten, Rede und Schweigen, Liebe und Hass.
Themen: Salman Rushdie, Live Graphic Novel, Redefreiheit, Geschichten, Phantasie
Ticketpreise für Schüler*innen: 10 €, mit Jugendkulturservice Nachweis: 8,50€


Do., 12. April, 20:00 Uhr im HAU Hebbel am Ufer
GALA, von Jérôme Bel

Ein Abend für Jung und Alt – in dieser kollektiven Kunstform treffen professionelle Tänzer*innen auf Amateur*innen mit unterschiedlichem Hintergrund. Es geht nicht darum, die jeweiligen Darbietungen zu beurteilen; vielmehr zeigt sich hier, wie das spezifische kulturelle Repertoire der einzelnen Beteiligten ihr Verlangen nach dem ganz Anderen prägt, das der Tanz verkörpert – nach Freude, Perfektion, Verwandlung und politischer Haltung. Was bringt uns zum Tanzen? Wie können wir tänzerische Darbietungen betrachten, die fragil und unsicher sein mögen, ohne ins Urteilen zu verfallen? Das Ergebnis ist eine brüchige, collagierte Gala voller Momente der Reflexion, die einer Galerie lebender Porträts gleicht.
Themen: Repräsentation, Tanz, Grenzen des Darstellbaren
Ticketpreise für Schüler*innen: 10 €, ggf. Rabatt für Gruppen


Do., 26. April, 20:00 Uhr im Neuköllner Oper
WELCOME TO HELL, Musik Michael von der Nahmer

Die Welt zu Gast in Hamburg. Könnte so schön sein - wenn’s nicht ausgerechnet der G20- Gipfel wäre. Mitten rein in die zweitgrößte deutsche Stadt hat die Politik diese hochexplosive Veranstaltung gepflanzt, und wenn‘s darum geht, möglichst wenig Dialog zu schaffen und möglichst viel Wut zu schüren, ist die Rechnung glorios aufgegangen. Zwölf Menschen und eine Woche Straßenkampf: Von der Supermarktkassiererin bis zum Polit-Referenten auf Abwegen, von der Demonstrantin mit dem zu großen Herzen bis zum traumatisierten Kontaktbereichsbeamten kriegen alle ihr Fett weg und mehr als nur ein paar Schaufensterscheiben sind am Ende zu Bruch gegangen.
Themen: Böses Musical mit Live-Band und viel Sex-Appeal, Gesellschafts-/Gemeinschaftskunde, Bürgerprotest, Gewalt im Staat
Ticketpreise für Schüler*innen: 11 € (ermäßigter Preis), ggf. Rabatt für Gruppen ab 10 Personen

 

 

 
 
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