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  • Do., 22.01.2026, 20:00
–> TD Berlin
Mitte

Publikumsgespräch zu 'Wer nicht gegen sich selbst denkt, denkt überhaupt nicht. Abwesenheitserfahrungen.'

Der Regisseur, Philosoph und systemische Traumatherapeut Malte Schlösser untersucht in 'Wer nicht gegen sich selbst denkt, denkt überhaupt nicht. Abwesenheitserfahrungen.' mit seinem Team die Funktionsweise neoliberaler und psychologischer Abwehrmechanismen, die unsere Gesellschaft daran hindern, miteinander in Kontakt zu treten. Im Publikumsgespräch im Anschluss versuchen wir es dennoch und laden euch herzlich ein, zu bleiben.

Malte Schlössers Texte führen die Komplexität von Psyche und Machtkritik zusammen: Gesellschaftskritik ohne Traumasensibilität zu denken ist leer und Psyche ohne hyperreale Gesellschaft zu denken ist naiv, so Malte Schlösser & Team. Sie stellen der neokapitalistischen Symptomatik des individuellen Versagens eine Theatererfahrung entgegen. Im anschließenden Publikumsgespräch wollen den Schwierigkeiten miteinander in Kontakt zu kommen auf den Grund gehen: Was meint Kritikfähigkeit eigentlich? Wie geht das? "Die Abwesenheit zwischen uns ist laut. Begegnung findet nicht statt, weil ich dich nicht stattfinden lasse und ich meine Abwesenheit als emotionale Gewalt an dir leugne. Leugnung als Glaubensbekenntnis des Kapitalismus. Es ist so traurig, es ist brutal, es ist so hyperreal. Es ist so unglaublich schade. So schade. Wie also geht das: Narzissmuskritik als Faschismuskritik?"

Tickets: 25€ / 20€ / 15€ / 10€ (Solidarisches Preissystem)

Barrierefreiheit: mehr Infos gibts hier 

 

Karten-Telefon: 030/ 28 09 30 62
Karten-Online: Karten online bestellen
Karten per E-Mail: info(at)td.berlin
wann:
  • Do., 22.01.2026, 20:00
wo: TD Berlin , Klosterstraße 44, Mitte, 10179 Berlin (Auf Stadtplan zeigen.)

Über den Veranstaltungort

TD Berlin

Der TD Berlin ist ein Theater in der Mitte der Stadt am Molkenmarkt zwischen Alexanderplatz und Spree. Auf dem Spielplan steht ein wöchentlich wechselndes Programm neuer Inszenierungen und Performances mit Bezug zu aktuellen gesellschaftlichen Themen. Wir laden unsere Zuschauer*innen zu jährlich weit über 30 verschiedenen Theaterarbeiten und verwandten Formaten ein.

 https://td.berlin/ 

Über das Stück

Wer nicht gegen sich selbst denkt, denkt überhaupt nicht. Abwesenheitserfahrunge.

In der Inszenierung von Malte Schlösser ringen die drei Spieler*innen darum, die unaufhaltsame Reproduktion der eigenen kommunikativen Gewalt zur Sprache zu bringen, ohne in Schuld und Scham zu versinken oder sich in Abwesenheit zu verstecken und die Mittäterschaft von sich fern zu halten. Sie suchen nach Wegen bewusst mit ihren Traumata umzugehen, ohne sich im Kleinklein einzelner, individueller Verfehlungen zu verlieren, die das große Ganze nicht abbilden.

Der Wortakrobat Malte Schlösser legt in seinen gesellschaftskritischen Theatertexten Wert darauf, die Komplexität der Zusammenhänge und Ambivalenzen zu erfassen und sich nicht mit einfachen Antworten zufrieden zu geben. Er stellt gefundene Erkenntnisse immer wieder in Frage, widerspricht sich selbst und sucht nach den Verbindungen zwischen gesellschaftlichen Funktionsweisen und dem eigenen individuellen Nervensystem.

Über die Mitwirkenden

Malte Schlösser & Team

Über die Eindimensionalität der Konzepte, die ihm in der Schule zur Welterfassung präsentiert wurden langweilte sich Malte Schlösser, so dass er nach dem Abi ein Philosophie Studium abschloss, das es ihm erlaubte, Themen in all ihrer Komplexität zu Ende zu denken, bevor er durch Schlingensief und Castorf an die Berliner Volksbühne kam, um dort als Regieassistent erste Theatererfahrung zu sammeln. Seit 2007 entwickelt der in Psychotherapie ausgebildete Theaterautor und Regisseur mit seinem Team eine eigene Theatersprache, die Bild und Tonspur getrennt voneinander denkt, komplexen Textflächen inszenierte Räume und Körper zur Seite stellt und die Strukturen und Verbindungen von Psyche und Machtkritik nachdenklich, präzise und in ihrer Unergründlichkeit auch humorvoll auf die Bühne bringt.