Musikperformance + Nachgespräch Reenactment Werk Empowerment Cathy Berberian

Fr. 07.05. 21:00->TD Berlin , Mitte

Nachgespräch zu 'A few words for a woman to sing' – ein posthumes Empowermentprojekt von picnic

Was ist ein Werk? Und wird es einer Frau zugetraut? Der männlichen Genie-Kult wird in Frage gestellt und der Sängerin Cathy Berberian eine disziplinenübergreifende Musikperformance gewidmet, in der sich Möglichkeiten, Assoziationen und dokumentarisches Material durchdringen.

1 Foto © Anja Beutler
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Gibt es ein Recht auf eine analoge Welt? Ein Gespräch mit picnic über ihre aktuelle Produktion 'A few words for a woman to sing', die Bedingungen des Produzierens in Pandemiezeiten, über das Erobern von anderen Medien und die vielleicht konservative Sehnsucht nach körperlicher Gegenwärtigkeit. Wie kann sich der Wunsch nach Resonanz, Austausch und Begegnung im digitalen Raum erfüllen? Wie werden wir zukünftig weiterarbeiten? Ein digitales Nachgespräch als Versuch der Annäherung. Die Zuschauer:innen können sich über die Chatfunktion beteiligen. Von und mit den Beteiligten der Produktion. Moderation Georg Scharegg.

Nachgespräch: 7 Mai 22:15 Uhr

Kartenpreise: € 7,- / Solipreis I € 9,- / Solipreis II € 15,-

Tickets im VVK bei RESERVIX:

Mehr Infos: https://td.berlin/stuecke/a-few-words-for-a-woman-to-sing

Hier geht´s zum Livestream: https://td.berlin/streaming

 

 

Karten-Telefon: 030/ 28 09 30 62
Karten-Online: Karten online bestellen
Karten per E-Mail: info(at)td.berlin

wann: Fr. 07.05. 21:00

wo: TD Berlin
Klosterstraße 44, Mitte, 10179 Berlin (Auf Stadtplan zeigen.)

Über den Veranstaltungsort

TD Berlin (Online)

Der TD Berlin (Theaterdiscounter) ist ein Theater am Alexanderplatz mit ganzjährigem Spielplan. Auf dem Programm stehen Aufführungen zeitgenössischen Sprechtheaters. Etwa 30 bis 40 verschiedene Inszenierungen, Formate und Festivals sind pro Spielzeit zu sehen. Der TD kooperiert dafür mit Künstler*innen, Theaterkollektiven und Partnertheatern in Deutschland und international. Am TD realisieren erfahrene Theaterschaffende themenzentrierte Theaterstücke, die die ästhetische Formensprache erweitern. Als Theater und Produktionsort bietet es auch dem professionellen Nachwuchs eine Plattform. Ein flexibles Raumkonzept ermöglicht die Erforschung neuer Präsentationsformen für die Live-Kunst Theater in all ihren Facetten.

https://td.berlin/

 

 

Über das Stück

A few words for a woman to sing

Cathy Berberian starb einen Tag bevor sie - verkleidet als Marilyn Monroe - die „Internationale“ zum 100. Todestag von Karl Marx singen konnte. Mit dem Reenactment dieses Nichtauftritts beginnt A FEW WORDS FOR A WOMAN TO SING. Als Vision von etwas, das hätte sein können, aber nie war. Als posthumes Erinnern an die Künstlerin, die trotz ihres einzigartigen Umgangs mit Stimme und trotz ihrer wegbereitenden Vermittlung von Neuer Musik kaum bekannt wurde. 
Zeitlebens stand sie im Schatten männlicher Komponisten wie John Cage, mit denen sie zusammenarbeitete. Hat ihr Schaffen eine geringere Anerkennung bekommen, weil sie eine Frau war? Wird der Frau kein Werk zugetraut, und wie tragfähig ist dieser Werk-Begriff überhaupt noch? Vertieft sich in ihm nicht binäres Denken? Kann der Begriff neu gedacht werden?

Über die Mitwirkenden

picnic

In der Corona-Krise, vor geschlossenen Theatertüren hat sich das Theaterkollektiv picnic gegründet. Ein Kollektiv aus den Bereichen Gesang, Musik, Video, Schauspiel, Performance und Tanz. Ob in der Oper, der zeitgenössischen Musik oder dem Theater: Uns eint das Gefühl in Konventionen und Strukturen verfangen zu sein und daran etwas ändern zu wollen. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Arbeitsweisen für einen anderen Umgang des Zusammenspiels der Disziplinen zu entwickeln. Im Miteinander, der Herangehensweise, sowie in der Reflexion aller ästhetischen Disziplinen bedeutet uns Gleichberechtigung viel. Unsere Aufführungen changieren kaleidoskopartig zwischen Lecture Performance, Video Art, Oper, Tanzperformance, Schauspiel und Konzert. Kitsch und Avantgarde ziehen uns gleichermaßen an. Wir halten wenig von alten Meistern und großen Werken. Was ist ein Werk? Jenseits der großen Meister werden wir zu unseren eigenen Übermusen. Schaffen Raum für Widersprüche, gewagte Perspektiven, Spinnereien und gegenwärtigen Kontext.


picnic sind: Jens Bluhm, Lena Carle, Anna Eger, Meredith Nicoll, Felix Stachelhaus, Mona Vojacek Koper, Gianna-Sophia Weise und andere Kollaborateur*innen.

www.team-picnic.com

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