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- Performance + Publikumsgespräch
- Klassismus
- Widerstand gegen den Mythos unternehmerischer Erfolgsgeschichte(n)
- Fr., 30.01.2026, 20:00
Publikumsgespräch zu 'Mühlheim Absturz Ruhr'
Der Gartenstuhl Piccolo II, Fernsehrichterin Barbara Salesch, die radikal-kapitalistische Autorin Ayn Rand und J.R. Ewing aus der US-Serie «Dallas» – sie alle werden in Mülheim Absturz Ruhr zu Kronzeug*innen zweier sozialer und familiärer Abstürze, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Ein Stück über Klassismus, das Leben in Sozialhilfe und den Widerstand gegen den Mythos unternehmerischer Erfolgsgeschichte(n). Im Anschluss findet ein Publikumsgespräch statt.
- 1Foto ©Rob Lewis.
Das Stück zeichnet anhand realer Stimmen – darunter ausführliche Interviews mit Schwabenlands Eltern – ein präzises Bild davon, was ein ökonomischer Fall auslöst und wie tief er in Biografien eingreift. Direkt, dokumentarisch, dringlich. Zwei Abstürze, die gegensätzlicher kaum sein könnten – und offen gelegte Mechanismen von Macht, Schuldzuweisung und sozialem Ausschluss. Im anschließenden Publikumsgespräch können wir uns vertiefend der schonungslosen Auseinandersetzung mit Klassismus, Arbeitsplatzverlust und der Fragilität gesellschaftlicher Zugehörigkeit widmen.
Tickets: SOLIDARISCHES PREISSYSTEM: Tickets am TD kosten 10€ / 15€ / 20€ / 25€ Euro nach Selbsteinschätzung bei freier Platzwahl. Beim Onlinekauf werden 10% VVK-Gebühr erhoben. Mehr Infos hier
Karten-Online: Karten online bestellen
Karten per E-Mail: info(at)td.berlin
- Fr., 30.01.2026, 20:00
Über den Veranstaltungsort
TD Berlin
Der TD Berlin ist ein Theater in der Mitte der Stadt am Molkenmarkt zwischen Alexanderplatz und Spree. Auf dem Spielplan steht ein wöchentlich wechselndes Programm neuer Inszenierungen und Performances mit Bezug zu aktuellen gesellschaftlichen Themen. Wir laden unsere Zuschauer*innen zu jährlich weit über 30 verschiedenen Theaterarbeiten und verwandten Formaten ein.
Über das Stück
Mühlheim Absturz Ruhr
Im April 2018 verschwindet der Multimilliardär und Erbe des deutschen Tengelmann-Konzerns Karl-Erivan Haub unter mysteriösen Umständen bei einer Skitour am kleinen Matterhorn. Seine Leiche ist bis heute nicht aufgetaucht. Hartnäckig halten sich Gerüchte, dass er mit seiner langjährigen Geliebten undercover in Moskau lebt ... Knapp 20 Jahre zuvor hatte Haub, Absolvent der Wirtschaftsuni St. Gallen, bei radikalen Umstrukturierungsmassnahmen des Unternehmens mehr als 25'000 Mitarbeitende entlassen. Darunter auch der Vater des in Bern beheimateten Regisseurs, Autors und Schauspielers Dennis Schwabenland. Begründung: Er soll als Zentraleinkäufer am Standort Mülheim an der Ruhr einen Campingstuhl 50 Pfennig zu teuer eingekauft haben. Um die Höhe der Abfindung zu drücken, wurde er zusätzlich – zu Unrecht - der Bestechlichkeit beschuldigt. Für ihn und seine Familie bedeutete das jedoch den Absturz in die Sozialhilfe.
Über die Mitwirkenden
Dennis Schwabenland & Team
Text & Spiel Dennis Schwabenland Regie Jan-Stephan Schmieding Mitarbeit Regie & Schauspiel-Coach Milva Stark Live-Sound & Musik Christine Hasler Ausstattung Romy Springsguth Oeil Extérieur Maria Ursprung Lichtdesign & Technik Tonio Finkam Produktionsleitung Ramun Bernetta Produktion thecodes - theatercompany dennis schwabenlandund Bernetta Theaterproduktionen Koproduktion Schlachthaus Theater Bern / Ringlokschuppen Ruhr unterstützt durch Kultur Stadt Bern / SWISSLOS-Kultur Kanton Bern / Ernst Göhner Stiftung / Migros-Kulturprozent / Ilse und Dr. Horst Rusch-Stiftung