Theater am Telefon Dokumentarisches Theater Flucht Seenotrettung

Do. 04.03.2021   18:30
Do. 18.03.2021   18:00
Mo. 22.03.2021   18:00
->Heimathafen Neukölln , Neukölln

Theater am Telefon – 'Die Mittelmeer Monologe'

Theater am Telefon mit Gesprächen zum Thema Flucht und Seenotrettung. Es ist, als ob die Schauspieler:innen die Menschen im Publikum direkt ansprechen, ihnen die Hand reichen und sie reinziehen in eine Welt, die die Zuschauer:innen von nun an nicht mehr kalt lassen wird.

1 Foto © Benjamin Jenak, Veto Magazin
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Das dokumentarische Theaterstück von Autor und Regisseur Michael Ruf ist wortgetreues Theater zum Thema Flucht und Seenotrettung. Die Texte stammen aus Interviews, welche weder inhaltlich noch in ihrer sprachlichen Ausdrucksweise verändert wurden. Wie sich das anhört? Das lässt sich bei zwei Gesprächen (je 35 Minuten) live erleben. Eine besonders intensive, ungefilterte und direkte Begegnung: eine:r der Schauspieler:innen ruft an, um exklusiv und persönlich die Geschichte von Naomie, Selma, Yassin oder Joe näherzubringen.

Die Teilnahme ist kostenlos.

Bitte um Anmeldung unter orga@wort-und-herzschlag.de 

Nach der Anmeldung per Mail,  werden die Teilnehmer:innen dann kontaktiert bzw. angerufen.

In einem zweiten Telefonat mit einer:m Aktivist:in wird das zuvor gehörte in einen Kontext gesetzt und konkrete Möglichkeiten gegeben, selbst aktiv zu werden. Die beiden Telefonate dauern jeweils circa eine halbe Stunde – mit einer fünfminütigen Pause dazwischen. 

 

 

 

wann: Do. 04.03.2021   18:30
Do. 18.03.2021   18:00
Mo. 22.03.2021   18:00

wo: Heimathafen Neukölln
online , Neukölln , 12043 Berlin

Über den Veranstaltungsort

Heimathafen Neukölln

Wir begreifen Neukölln als Untersuchungsraum, Schauplatz und Bühne, die wir mit unterschiedlichsten Formaten bespielen. Abseits der großen Häuser der Stadt spiegelt der Heimathafen die ihn umgebende Realität – als Reaktion auf die sich ständig verändernde Vielfalt aus Farben, Stilen, Genres, Milieus und Kulturen. Unseren Anspruch als Kulturraum für alle erfüllen wir durch Formatvielfalt und Publikumsnähe. Eingebettet in die Kulturmeile Karl-Marx-Straße, umgeben von Oper, Kino und Galerien, finden Einheimische und Gäste ein Stück kulturelle Heimat, in der vieles möglich wird und neu zusammenfindet. Eine Vielfalt an Sparten. Alle sind dabei. Wir wollen die Stimmung einfangen, Kontroversen aufgreifen, Geschichten erzählen und im besten Sinn ein Ort der Unterhaltung sein.

https://heimathafen-neukoelln.de

Über das Stück

Die Mittelmeer Monologe

Die Mittelmeer-Monologe erzählen von Menschen, die den riskanten Weg über das Mittelmeer auf sich nehmen, in der Hoffnung, in Europa in Sicherheit leben zu können – von libyschen Küstenwachen, italienischen Seenotrettungsstellen und deutschen Behörden, die dies verhindern und von Aktivist*innen, die dem Sterben auf dem Mittelmeer etwas entgegen setzen. Diese Aktivist:innen überzeugen als Ehrenamtliche beim Alarmphone die Küstenwachen davon, Menschen in Seenot zu retten oder lernen auf der Seawatch, Menschen vor dem Ertrinken zu bewahren – kurzum sie tun das eigentlich Selbstverständlichste, was aber im Jahr 2020 alles andere als selbstverständlich ist: menschliches Leben zu retten! Wenn die Schauspieler:innen flüstern, schweigen, behutsam ein Wort in den Raum werfen, dann und wann lauter werden, fordernd oder wütend die Stimme anheben, einmal sogar beinah schreien, dann dringen die Töne nicht abstrakt zu den Zuschauer:innen, dann wird das Publikum ganz direkt und in all ihrer Körperlichkeit von dem Gesagten getroffen und berührt. Wenn die Schauspielerin das Publikum anschaut, dann wird dieses in das Geschehen einbezogen, von dem es weiß und glaubt, dass es so in Wirklichkeit stattgefunden hat.

Über den Regisseur

Michael Ruf

Michael Ruf ist Autor, Regisseur, Gründer und Geschäftsführer von Wort
und Herzschlag gUG. Nach dem Studium von Feature Film (M.A.) am Goldsmiths College London, Erziehungswissenschaften, Soziologie und Psychologie (M.A.) an der Freien Universät Berlin und  and Creative Thinking (M.A.) an der University of Massachusetts Boston, hat Michael Ruf Stipendien der Friedrich Ebert-Stiftung und der Fulbright Kommission erhalten. Bislang gab es 850 Aufführungen seiner Theaterstücke. Nach 700 Aufführungen der Asyl-Monologe, Asyl-Dialoge und NSU-Monologe, sind die 'Mittelmeermonologe' das neue Theaterstück von Regisseur Michael Ruf. Michael Ruf bietet seine Arbeit mit der Nichtregierungsorganisation „Wort und Herzschlag gUG“ (gemeinnützige Unternehmer-Gesellschaft) dar.

www.wort-und-herzschlag.de 

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